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Paul Steudler, Gründer und Pionier
Als Firmengründer verkörperte Paul Steudler Unternehmergeist und Beharrlichkeit. Von seinen bescheidenen Anfängen bis zur Gründung seiner eigenen Werkstatt legte er den Grundstein für eine Handwerkskunst, die Generationen überdauern sollte.
Geboren 1892 in St-Imier, verbrachte er seine Kindheit in Fontainemelon. Er absolvierte eine Mechanikerlehre und arbeitete als Werkzeugmacher in La Chaux-de-Fonds und Le Locle. In Biel wurde er als Werkstattmeister bei OMEGA eingestellt, wo er bis 1925 tätig war. Ein Freund empfahl ihm daraufhin eine Stelle bei Les Spiraux Français in Besançon. Dort lernte er Rose Girardet kennen, die er 1930 heiratete. Gemeinsam mit seiner Frau begann er, von zu Hause aus Federn herzustellen und zog gleichzeitig seine beiden Töchter groß. 1932 kehrte er in die Schweiz zurück. Inmitten der Wirtschaftskrise erhielt er eine Anstellung bei Bulova und ging in die USA, wo sich damals der Hauptsitz des Mutterkonzerns befand. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz beschloss er 1937, sich selbstständig zu machen. Die Firma erhielt den Namen Ressorts Industriels Paul Steudler.
Das Unternehmen begann in einer Wohnung am Chemin de la Clôture, und die erste angeschaffte Maschine war eine Drehbank zum Wickeln von Federdraht. 1939 wurde er eingezogen, doch dank seiner Frau konnte die Produktion zu Hause weiterlaufen. 1943 kaufte er das Haus am Chemin de la Prévôté (damals Schrägweg genannt), wo sich heute die Werkstatt befindet. Nach Kriegsende florierte das Geschäft. Seine Tochter Paulette trat in die Firma ein, und es wurden nicht weniger als 19 Arbeiterinnen beschäftigt. Mit der Einführung automatisierter Maschinen sank der Bedarf an manueller Arbeit. 1950 ebnete die Ankunft seines Schwiegersohns Robert Favre – der Paulette Steudler geheiratet hatte – den Weg für eine neue Generation. Paul Steudler starb im April 1965.




